26. Juli, 10:00 Uhr
Es gießt wie aus Kübeln. Der Himmel ist dicht. Kein Ende in Sicht. Wir wollen weiter. Nach einigen Metern schon geben wir auf, beschließen mit dem Schiff weiterzufahren. Mal sehen. Bernkastel. Also gut. Ist die halbe vorgesehene Strecke. Wenn es aufklart, können wir von dort aus weiterradeln.
Wolf, Kröv, Kinheim,
Kindel, Lösnich, Erden, Zeltingen, Wehlen. Wir sind gegen
12:30 Uhr in Bernkastel-Kues.
Aber es regnet immer noch. Touristenfraß im Bahnhofsrestaurant,
denn wir verlegen auch die zweite Hälfte der heutigen Etappe
auf's Schiff. Und das legt in einer halben Stunde ab. Keine Zeit,
ein gemütliches Restaurant zu suchen. Bei dem Wetter keine
Chance, den Ort anzusehen.
Lieser, Mülheim,
Brauneberg, Kersten, Wintrich, Minheim, Niederemmel, Piesport,
Neumagen-Drohn, Trittenheim.
Im Regen sehen selbst diese schönen Ortschaften, die so malerisch ins Moseltal eingebettet sind, trostlos aus. Wir haben etwa 52 km mit dem Schiff zurückgelegt und sind traurig. Wir wären viel lieber mit dem Rad gefahren. Auch wenn wir große Teile davon wieder auf der Landstraße hätten fahren müssen.
In Leiwen verlassen wir das Schiff und mieten uns in der Pension Klostergarten bei Familie Wey ein.
Wir haben es wieder gut getroffen. Die Wirtsleute sind nett, wir können die Räder in der Garage unterstellen und beziehen ein schönes Zimmer für die Nacht. Im Ort ist nichts los, aber wir finden ein nettes Weinlokal, in dem wir gut essen. Wieder geht's zeitig ins Bett, denn morgen geht's früh weiter. Hoffentlich auf trockener Straße !
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