22. Juli, 08:30 Uhr, 14 °C, bedeckter Himmel
Endlich! Nach tagelangen Vorbereitungen, Packen, wieder Auspacken und Umpacken machen wir uns hoffentlich gut ausgerüstet, vollgepackt, gutgelaunt und seit 20 Jahren zum ersten Mal eine ganze Woche ohne Kinder auf den Weg von Meckenheim zu meinen Eltern nach Trier.
Wir nehmen den kürzesten Weg nach Remagen und fahren dann am Rhein entlang.
Also, Adendorf, Fritzdorf, Överich, Leimersdorf (böse Falle, denn da geht's bergab!). Gleich dahinter rächt sich das, wir kommen nämlich nach Kirchdaun. Da möchte ich nicht tot über'm Zaun hängen. Der ganze Ort liegt im Hang. Hinter dem Ort ist dann auch schon die erste Pause angesagt.
Ich habe nun mein Rad 2 km steil bergauf geschoben und befürchte Übles, wenn ich an die weitere Fahrt denke. Gegen 11 Uhr erreichen wir jedoch ohne weitere Hürden Remagen. Inzwischen hat die Sonne sich hervorgewagt. Wir sitzen am Rhein, genießen den Tag (ein viertel Stündchen) und trinken einen Kaffee.
Nun aber nichts wie los. Wir möchten schließlich heute noch nach Koblenz.
Wir fahren linksrheinisch und finden - wie übrigens auf der ganzen Strecke entlang des Rheins - einen separaten Radweg direkt am Rhein vor. Super ! Bad Breisig, ein malerischer Ort, der zur Pause einlädt (also schon wieder ein Kaffeepäuschen), Andernach (mein Ischias meint, wir sind genug geradelt), Weissenthurm, Urmitz, Koblenz. Der Radweg endet hier. Wir müssen leider durch das Koblenzer Industriegebiet. Dann wollen wir uns gleich ein Zimmer suchen. Wir fahren auf einem Radweg neben einer recht verkehrsreichen Straße. Außerdem sind keine Hinweisschilder auf unseren Radweg mehr zu finden. Wir wissen nicht, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind. Anderen Radfahrern geht es genauso. Aber hinter dem Industriegebiet finden wir wieder unseren schönen Radweg. Nachteil: Auf der ganzen Strecke war ein Gasthaus neben dem anderen. Nun sind wir in Koblenz und nix ist mehr. Endlich !! In Güls lacht uns direkt neben dem Radweg das Hotel Kreuter an.
Wir haben Glück, stellen die Fahrräder im Festsaal ab (unsere persönliche Garage für die Nacht) und beziehen ein schönes Zimmer in der ersten Etage. Duschen, umziehen und ab zum Essen. Das Essen ist gut, wir liegen früh im Bett und sind zufrieden. Wir sind genau 80 km weit gekommen.
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